Podcast INELOSA

„Mit Worten die Welt ins Werk setzen“
Die neue Podcast-Folge mit der freien Journalistin, Texterin und PR-Fachfrau Andrea Fritz-Pinggera.
Schon der 8-jährigen Andrea war klar, dass sie es in ihrem Beruf mit Wörtern und Texten zu tun haben möchte. Die Vorahnung wurde Wirklichkeit: Andrea Fritz-Pinggera ist in den Wechselfällen des Journalismus gelandet.
Von Ihren Eltern erzählt die Tochter eines Südtirolers, der 1941 nach Vorarlberg kam, und einer Mutter, die aus der Steiermark stammte, dass sie lebenslänglich bemüht waren, ganz „g`hörige“, wenn nicht sogar bessere Vorarlberger zu werden. Das kam durch das exakte Mähen des Rasens, den Blumenschmuck am Haus und die Hängeordnung für das Trocknen der Wäsche im Garten zum Ausdruck. Innen die Unterwäsche, dann die Handtücher, die Bettwäsche ganz außen. Die Eltern, bei den Pfanners beschäftigt, hätten sich allerdings in ihrer neuen Heimat nicht wahnsinnig gut aufgenommen gefühlt, erinnert sich Andrea.
In der Lauteracher Achsiedlung baute die VOGEWOSI unter Einbringung der Arbeitskraft der künftigen „Siedler“-Häuser, die dann unter den Interessenten per Los zugeteilt wurden. Die Familie Fritz bekam ein Sandwich-Haus, zwischen zwei Nachbarhäusern. So seien auf einen Schlag zwölf Kinder zusammengekommen, die zwischen der Bregenzer Achmündung und den Verbuschungen im Uferbereich der Ache ein weites Paradies für kindliche Eroberungszüge vorfanden.

Andrea hatte den elterlichen Fleiß im Blut und machte die Matura mit Auszeichnung. Das Verhältnis zu den Nonnen im Sacre Coeur Riedenburg war nicht ganz friktionsfrei. unterschiedliche „Götter-Welten“ prallten hier aufeinander.
Der berufliche Einstand erfolgte im Sekretariat der Lauteracher Klöppel- und Vorhangspitzenfabrik Schönenberger, bis der Traum mit einem Sitzplatz in den Redaktionsräumen der „Vorarlberger Nachrichten“ in Erfüllung ging. Es war eine Redaktionswelt mit 26 Festnetztelefonen und einem Fernschreiber, der rund um die Uhr die internationalen Geschehnisse rings um den Globus ausspuckte.
Es folgten ein Engagement für die Zeitung „Der Volksbote“, dann die PR-Abteilung in einem Liechtensteiner Weltkonzern, bis Andrea die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit im Amt der Stadt Hohenems angeboten wurde. In der damals noch jungen Stadt sei wegen des Baus eines Krematoriums und einer Autobahn-Raststätte intern viel und derb gestritten worden. Die Stadt Hohenems blieb für 13 Jahre ihr Arbeitgeber, bis sie sich mit ihrer PR-Agentur „Wortwerk“ selbstständig machte und in Lauterach ansiedelte.
Mit jeder Faser ihres Herzens hat Andrea Fritz-Pinggera im Laufe der Jahrzehnte die Sonnen- und Schattenseiten eines journalistischen Lebens inhaliert. Mit Blick auf ihr Geschäft stellt sie sorgenvoll fest, dass die Künstliche Intelligenz und ChatGPT als bedrohliche Konkurrenz sowohl Textaufgaben als auch Video- und Fotoanimationen übernehmen.
Hilfe für Menschen in Not ist Andrea Fritz-Pinggera ein wichtiges Anliegen; so erklärt sich auch ihre Funktion als Regionalleiterin aller zehn Vorarlberger Lions-Clubs, die durch Charity-Aktionen Geld sammeln und Notleidenden unbürokratisch und direkt helfen.

Kurzportrait
Andreas Fritz-Pinggera, MSc; MAS
Mutter einer Tochter. Zwei Enkelkinder.
Freie Journalistin, Texterin und PR-Fachfrau
- Volksschule Unterfeld
- HLW-Matura am Sacré Coeur Riedenburg
- Klöppel- und Vorhangspitzenfabrik Schönenberger
- Vorarlberger Nachrichten – Foto-Archiv, Redakteurin VN-Magazin u.in der `Heimat`- Redaktion
- „Der Volksbote“
- PR-Abteilung eines internationalen Heiztechnik-Konzerns in Liechtenstein
- Abteilungsleiterin für Kommunikation der Stadt Hohenems
- 2011 Gründung der PR Agentur „Wortwerk“ in Lauterach
- Master of Advanced Studies (MAS)und Master of Science (MSc) in PR u. integrierter Kommunikation an der Donau Universität Krems