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Bregenzerach
Vom Alltag abschalten an der Bregenzerach – dafür gibt es viele gute Möglichkeiten: Über vierzig Freizeit- und Erholungsangebote bietet der Fluss, den sich die Stadt Bregenz und die Gemeinden Lauterach, Hard, Kennelbach und Wolfurt teilen.
Vom Grill- und Badeplatz über Spazierwege, Joggingstrecken, Sportanlagen, Spielplätze oder Naturdenkmale. Die Bregenzerach bietet ein umfassendes Angebot für die Freizeitgestaltung.
Die Bregenzerach zwischen Kennelbach und der Mündung in den Bodensee:
- Sie überwindet 35 Meter Höhenunterschied.
- An den Ufern verlaufen 12 Kilometer Radwege.
- Durchschnittlich 3,9 Mio. Kubikmeter Wasser fließen pro Tag in den Bodensee, bei Hochwasser sind es über 100 Mio. Kubikmeter/Tag.
- Sonnenhungrige genießen hier im Juli und August statistisch 500 Sonnenstunden.
- 6 Brücken schaffen flussübergreifende Verbindungen.
- Über 60 Vogel- und 17 Libellenarten leben an den Ufern. Auch der Biber hat sich seit 2007 wieder bei der Bregenzerach angesiedelt.
- Die Fischtreppe beim Kennelbacher Wehr ist 80 Meter lang, hat 19 Becken und überwindet 5,5 Meter Höhe.
Damit das Gebiet an der Bregenzerach weiterhin ein wertvoller Naherholungsraum sein kann, arbeiten die Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach und Wolfurt eng zusammen. Unter dem Titel „Fünf Gemeinden – ein Fluss“ stimmen sie Aktivitäten und Investitionen ab und gestalten das Erholungs- und Freizeitangebot vielseitig und attraktiv. Besonderen Stellenwert hat dabei der Schutz von Natur und Umwelt – schließlich liegen an der Bregenzerach einige der wertvollsten Naturräume Mitteleuropas.
Die teils heftigen Hochwässer der letzten Jahrzehnte sind vielen noch in Erinnerung. Aus diesem Grund haben die fünf Gemeinden mit dem Bund, dem Land Vorarlberg und verschiedenen Expert:innen 2013 ein Gewässerentwicklungskonzept Bregenzerach ausgearbeitet. Die in diesem Konzept vorgesehenen Maßnahmenbündel reduzieren das Hochwasserrisiko deutlich und tragen gleichzeitig zum ökologischen Wert und zum Erholungswert bei.
Der Wasserverband Bregenzerach Unterlauf ist seit 2015 für den 7,2 Kilometer langen Flusslauf und die angrenzenden Uferbereiche zwischen Seemündung und Schindlerwehr in Kennelbach zuständig und ist für die Umsetzung aller Schutzmaßnahmen zuständig.
Die Sandplatte – eine versteinerte Meeresküste
Vor 20 Millionen Jahren entstand das Gestein, das sich heute auf Höhe der Eisenbahnbrücke befindet, im Meer. Ein Fluss brachte Sand – Gezeiten und Wellen transportierten ihn weiter. Der tägliche Wechsel von Ebbe und Flut ließ Sandwellen wandern. Gezeitenkanäle durchschnitten das Watt. An ruhigeren Stellen lebten Krebstiere in tiefen Röhren. All diese Vorgänge sind heute in Gesteinsstrukturen dokumentiert.
Das Hindernis im Fluss
Die Gletscher der Eiszeit formten das Rheintal. Eis aus dem Osten drängte den Rheingletscher ab. Zum Einschneiden in die Tiefe jedoch fehlte die Kraft. So blieb der Fels zwischen Sandplatte und Gallusstift bestehen. Heute frisst sich die Bregenzerach durch das Gestein. Rinnen und Strudeltöpfe zeugen von duerndem Abtrag.




