Signation und Intro

ab Minute 1:42
Begrüßung und Gespräch mit Bürgermeister Elmar Rhomberg und Gemeindearzt Dr. Hubert Dörler

ab Minute 35:49
Impulsvortrag: Psychotherapeut Bertram Strolz

ab Minute 1:03:25
Gespräch mit Sonja Kaiser, Pflegedienstleiterin Krankenpflegeverein (KPV) Lauterach, Psychotherapeut Bertram Strolz, Bürgermeister Elmar Rhomberg und Dr. Hubert Dörler

ab Minute 1:19:46
Stimmen aus dem Publikum

ab Minute 1:25:52  
Dankesworte der Veranstalter:innen: Birgit Rüdisser (Verein mitnand – Lauterach hilft), Erwin Rinderer (KPV Lauterach), Cornelia Berger und Schülerin Anna Oh (BORG Lauterach)

Moderation: Dr. Johannes Schmidle
Fotos: Reinhard Mohr

Podcast INELOSO

„Mir luagand ufanand – Sorgekultur in schwierigen Lebensphasen“

Die Veranstaltung vom 4. Mai im Vereinshaus Lauterach zum Nachhören.

Der Verein „mitnand – Lauterach hilft“, der Krankenpflegeverein, die bühne 68 und das BORG Lauterach luden die Lauteracher Bevölkerung am 4. Mai 2026 in das Vereinshaus zum Thema „mir luagand ufanand – Sorgekultur in schwierigen Lebensphasen“. Moderiert wurde der Abend von Dr. Johannes Schmidle. Für den INELOSO-Podcast wurde die gesamte Veranstaltung aufgezeichnet:

Bürgermeister Elmar Rhomberg und Gemeindearzt Dr. Hubert Dörler öffnen nochmals ihren Erinnerungs-Tresor und schildern dem gebannt zuhörenden Publikum, wie es losging mit ihrer schweren Krankheit. Es sind bewegende und berührende Schilderungen. Elmar Rhomberg hat am Morgen des 12. Mai 2024 beim Rasieren Probleme. Er bringt seine Hand mit dem Rasierapparat nicht mehr bis zur Wange. In der Schlaganfallstation – STROKE UNIT – des Landeskrankenhauses Feldkirch stellt sich heraus, es waren erste Anzeichen eines Schlaganfalls. Bei Hubert Dörler ist es der 8. Mai 2025, an dem er körperlich komplett geschwächt mit der Diagnose Herzinfarkt ins Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert wird. Beide Herren, bis zu diesem Zeitpunkt in ihren Berufen voll gefordert, erleben einen neuen Lebensabschnitt mit außergewöhnlichen Diagnosen, längeren Spitalsaufenthalten und intensiven Rehabilitierungsanstrengungen. Elmar Rhomberg und Hubert Dörler lösen durch ihre damalige Notlage geradezu eine Welle an Anteilnahme und schriftlich formulierten Genesungswünschen aus. Sie erleben sich gedanklich unterstützt und nicht vergessen.

„Wie ich nach mühsamsten Anstrengungen wieder meine Schuhe binden konnte, habe ich vor Rührung und Freude geweint. Es rührt mich heute noch an.“

Elmar Rhomberg, Bürgermeister

„Ich habe eine Herzbeutelentzündung und eine Rippenfellentzündung bekommen und litt zudem an Atemnot. Ich konnte nicht schlafen und hatte das Gefühl die ganze Welt bricht zusammen.“

Dr. Hubert Dörler, Gemeindearzt

Mit auf der Vereinshausbühne sind auch Sonja Kaiser, die Pflegedienstleiterin des Krankenpflegevereins Lauterach, und der Psychotherapeut und Gründer der Akademie für Positive Psychologie Bertram Strolz


In seinem Impulsreferat betonte Bertram Strolz, dass ihn die Klarheit und Offenheit, mit der Elmar Rhomberg und Hubert Dörler über ihre Krankheit geredet haben, beeindruckte. Die gefühlte Dankbarkeit eröffne beim Blick auf ein gelungenes Leben, dass jemand Gesundheit, Glück und ein funktionierendes Beziehungsnetz in Familie, Partnerschaft und Freundschaft erleben darf. Daraus erwachse das Gefühl der  Zugehörigkeit. Nicht zu vergessen ein friedvolles Leben im Einklang mit der Natur und insgesamt in Sicherheit. Alles Dinge, die keineswegs selbstverständlich seien. Sonja Kaiser betonte die 4 Säulen der Arbeit des Pflegedienstes des Krankenpflegevereins mit der Körperpflege, der Medikamenten-Zuteilung, der Wundversorgung bis hin zur palliativen Begleitung.

„Wichtig für ein gutes Altern ist die Zugehörigkeit und das Gefühl gebraucht zu werden, sprich Teil einer Gemeinschaft zu sein. Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, leben fünf bis acht Jahre länger.“

Bertram Strolz, Psychotherapeut


Ein sehr spannender und interessanter Abend, der verdeutlichte, wie wichtig den drei Vereinen „mitnand – Lauterach hilft“, „Krankenpflegeverein Lauterach“ und „bühne 68“ sowie der Schule „BORG Lauterach“ das Thema „Sorgekultur in der Gemeinde“ ist.

„Wir haben so ein tolles Dorf und eine so schöne Gemeinschaft. Es wäre schön, wenn die Menschen noch mehr auf einander und nicht nur auf sich selber schauten.“

Sonja Kaiser, Pflegedienstleiterin des Krankenpflegevereins:

Impressionen