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Leistbares Wohnen mit Zukunft
Christoph Drechsler im Interview

Gemeinnütziger Wohnbau bietet leistbaren Wohnraum für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Christoph Drechsler – ein junger Lauteracher auf dem Weg in seine Selbstständigkeit – stellte sich den Fragen der Gemeinde und erzählt, warum er sich für diese Wohnform entschieden hat, wie der Bewerbungsprozess verlief und welche Erfahrungen er bislang gemacht hat.
Zur Person
Christoph Drechsler
Alter: 26 Jahre
Beruf: Kundenberater in einer Bank
Sonstiges: Sport, z. B. Fußball
Was hat Sie dazu bewogen, sich für eine Wohnung im gemeinnützigen Wohnbau zu bewerben – und wie haben Sie den Bewerbungsprozess erlebt?
Christoph Drechsler: Mit 18 Jahren wusste ich, dass man sich bei der Gemeinde für eine kostengünstige Gemeindewohnung vormerken lassen kann. Denn ich hatte noch keinen unmittelbaren Druck, von zuhause auszuziehen, wollte mir aber frühzeitig die Möglichkeit offenhalten, später eine leistbare Wohnung zu bekommen – auch wenn mir bewusst war, dass dies einige Jahre dauern könnte. Mit 21 Jahren erhielt ich schließlich die Zusage für eine Wohnung. Im selben Schritt bewarb ich mich zusätzlich bei der Gemeinde für eine Mietkaufwohnung. Rund eineinhalb Jahre später bekam ich dankenswerterweise die Rückmeldung, dass eine passende Wohnung für mich zur Verfügung steht. Der gesamte Prozess verlief sehr einfach und unkompliziert. Sowohl der Austausch mit der Gemeinde als auch mit der gemeinnützigen Organisation war durchwegs positiv und professionell.
Seit wann wohnen Sie hier und wie erleben Sie seither das Wohnen in der Wohnanlage? Welche Vorteile genießen Sie, etwa in Bezug auf Gemeinschaft, Kosten oder Wohnqualität?
Christoph Drechsler: Ich wohne nun seit knapp drei Jahren in meiner aktuellen Wohnung. Das Wohngefühl ist sehr angenehm, und es wird großer Wert auf ein gutes Miteinander sowie auf die Gemeinschaft gelegt.
„Mein Ziel war es immer, mein Leben in Lauterach zu verbringen. Ich bin hier aufgewachsen, war und bin in mehreren Vereinen aktiv, und genau dieses Modell ermöglicht es jungen Menschen, in Lauterach eine leistbare Perspektive zu haben und ihre eigene Zukunft aufzubauen.“
Christoph Drechsler
Für wen würden Sie diese Wohnform empfehlen und warum glauben Sie, dass sie für viele Menschen in Lauterach attraktiv sein kann?
Christoph Drechsler: Gerade in einer Zeit, in der Wohnungen sehr teuer sind und Neubauprojekte meist kaum bis gar nicht leistbar sind – vor allem für junge Menschen –, stellt dies eine große Herausforderung dar. Ich erlebe tagtäglich in meiner Arbeit, wie schwer es für junge Menschen ist, sich Eigentum zu schaffen. Genau hier bietet das Modell der Mietkaufwohnung eine optimale Lösung. Je nach Ausgestaltung erhält man die Möglichkeit, eine leistbare Wohnung zu beziehen, zunächst eine vergleichsweise günstige Miete zu bezahlen und nach Ablauf der Mietfrist die Option zu haben, dieselbe Wohnung zu erwerben. In dieser Zeit kann gezielt ein finanzielles Polster aufgebaut
werden, um später über ausreichend Eigenmittel für die Finanzierung zu verfügen. Mein Ziel war es immer, mein Leben in Lauterach zu verbringen. Ich bin hier aufgewachsen, war und bin in mehreren Vereinen aktiv, und genau dieses Modell ermöglicht es jungen Menschen, in Lauterach eine leistbare Perspektive zu haben und ihre eigene Zukunft aufzubauen.

Gemeinnütziger Wohnbau in Lauterach
Circa 650 gemeinnützige Wohnungen gibt es aktuell in Lauterach. Indem die Marktgemeinde Menschen mit unterschiedlichen Einkommens- und Lebenssituationen
leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellt, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur sozialen Sicherheit und Lebensqualität in der Gemeinde. Durch klare Vergaberichtlinien und faire Mieten wird Wohnen planbar und dauerhaft erschwinglich. Gleichzeitig stärkt der gemeinnützige Wohnbau das soziale Miteinander und fördert
stabile Nachbarschaften.
Sie haben Interesse an einer gemeinnützigen Wohnung?
Das Wohnungsamt ist die erste Anlaufstelle für alle Wohnungssuchenden, die ihre Volljährigkeit erreicht haben und ihren Hauptwohnsitz, ihren Arbeitsplatz oder ihr
soziales Umfeld in Lauterach haben. Einmal im Monat lädt Petra Dressel, Gemeinderätin und Vorsitzende des Wohnungsausschusses, zur Sprechstunde für Wohnungsangelegenheiten ein.
Nähere Informationen und Termine finden Sie hier.