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Zentrallager

Hindernisse am Beginn

anfängliche Schwierigkeiten

Begonnen hat alles 1992, acht Gebäude haben freiwillig die Ware im kleinen Lager bezogen, alles war umständlich und kompliziert, aber es war ein Anfang.
Es hat sich schnell abgezeichnet dass hier sehr viel zu holen ist, auch wenn am Beginn vorwiegend Geld die wichtigste Rolle gespielt hat.
Soll alles unter einen Hut gebracht werden,
muss zwangsmässig die Eigenständigkeit leiden.
Wahr oder nicht? Eher nicht, doch was heisst eigenständig - Entscheidungsfreiheit?
Auch diese ist gegeben, wenn nach langer Diskussion und stichhaltigen Argumenten Übereinstimmung in wichtigen Punkten zu erzielen ist.
So war es auch bei uns am Anfang. Alternativprodukte wurden verlangt und auch angeboten,
sie standen viele Jahre im Lager, weil sie nicht wirklich gebraucht wurden. Doch der Weg war nur auf diese Weise zu beschreiten, ein sehr kleines Übel,
wenn man den Erfolg heute betrachtet.

Erfolge

Erfolge

Immer schon war mir die sogenannte Schüttmethode ein Greuel, das musste auch anders gehen. Also ausprobiert und schon ging`s besser. Nicht nur bei mir.

Kleines Beispiel von irgendeinem Gebäude:

1994 Bodenreinigungsmittel (mit viel Wasser)       270 Liter/Jahr
1995 Kanisterhahn und Messbecher                    120 Liter/Jahr
1996 Konzentrat mit Dosierflasche                        27 Liter/Jahr

Ab 1993 wurde für alle Gebäude der Gemeinde Pflichtbezug im Lager vereinbart. 18 Adressen standen im damals installierten PC - Programm. Zur Reinigung kam die Palette Kopierpapier hinzu und erste (schlechte) Erfahrungen mit Recyclingpapier.

Für den Dienstgeber stand der finanzielle Aspekt im Vordergrund, doch mit der für mich jetzt überschaubaren Gesamtmenge der Chemie kam es meinerseits zu einem Denkprozess. Viele unbekannte Dinge gelangten ins Wasser oder sonst wo hin!

Ökologie

Ökologie

Viel Ware ins Lager, ebensoviel wieder hinaus, das Leergut häufte sich zu Bergen. Ganz am Anfang war es die Qualität der Ware, die das Lager entstehen liess. Das musste auch für die Umwelt gelten. Konzentrat war damals nicht oft zu finden und sehr teuer, allerdings galten auch zu dieser Zeit schon die möglichen Laugenliter bei mir und diese machten den Einkaufspreis auf jeden Fall wett.

Viel Überredung und Kontrolle war notwendig um Mitarbeiter zu überzeugen, dass ein Teelöffel voll Chemie gleich viel ist, wie vorher im 1 Liter Messbecher Platz gehabt hat.

Bodenschutz wurde auf Trockenschliff und Dünnbeschichtung umgestellt. Nur in Ausnahmefällen und grossen periodischen Abständen wird auf sehr alten Bodenbelägen die chemische Grundreinigung angewandt. Beschichtungen werden nicht nach Optik sondern nach Intaktheit erneuert. Dazwischen hilft die Poliermaschine der Optik aus.

Der Verbrauch an chemischem Grundreiniger hat sich auf weniger als 1/10 der ursprünglichen Menge reduziert.

Vereinbarkeit

Vereinbarkeit

Ökologische Produkte haben eine eigene Preisentwicklung. Im privatem Umfeld ist der Kauf solcher Waren reine Ansichtssache, anders sieht es aus, wenn erhöhte Budgetmittel irgendwo verantwortet werden müssen. Hier kommen wieder Laugenliter und Langlebigkeit ins Spiel.

Nach den ersten schlechten Erfahrungen mit Kopierpapier (Stau, Staub, Löschblatteffekt) und der geringen Tauglichkeit chemischer Produkte (PH-Wert, unzufriedene Reinigungswirkung) hat sich das Blatt entscheidend gewendet. In allen Bereichen sind genügend Alternativen geboten, die versprochenes auch halten.

Erfreulicherweise hat das vermehrte Angebot auch die Preisentwicklung beeinflusst.

Nachdem dies auch bei Kopierpapier der Fall war, befiehlt unsere Hoheitsverwaltung in Kopiergeräten nur noch 100%iges Recyclingpapier zu verwenden. Rein weisses Papier ist nur noch in Druckern (Briefverkehr) zu finden. Sicher einer der schönsten Erfolge in dieser Zeit.

Doch die Hilfe von oben geht noch weiter!

Hilfe von Oben

Hilfe von oben

Im Jahr 1997 beschliesst unsere Gemeindeverwaltung Umweltrichtlinien. Zentraler Einkauf nach ökologischen Gesichtspunkten wird zur Pflicht. Alle als Gefahrengut gekennzeichneten Produkte sind nach Möglichkeit auszuwechseln. Listen werden erstellt, Produkte bewertet, Inhaltsstoffe ausgeschlossen.

Die Arbeit vieler Jahre macht sich bezahlt, viel gibt es nicht zu verändern.

Leider geht die Hilfe von oben aber weiter.
Die Finanzabteilung meldet sich zu Wort. Budgetmittel werden allgemein knapper, also auch bei uns.
Das Angebot an Produkten wird stark reduziert (Danke an unsere Buchhaltung).
Neue Produkte kommen zum Test, werden später offiziell deklariert und ausgetauscht.

Das starke Wachstum unserer Gemeinde schlägt sich auch in den Umsatzzahlen nieder. Neue Gebäude müssen ausgerüstet werden, verlangen nach Mitteln für die Unterhaltsreinigung. So entsteht eine immer wieder nach oben ausschlagende Kurve, die die Werte ein wenig verfälscht.

einige Daten

Betreut werden zur Zeit 32 Adressen:
3 Schulen, 6 Kindergärten, Rathaus, Seniorenheim, Feuerwehrhaus, Veranstaltungssaal, Musikschule, div. Sozialräume, Sportanlage, Bauhof, eben alle Gebäude und Einrichtungen der Marktgemeinde Lauterach.

Einige Daten dazu:
24.333 m2 Gesamtfläche davon 6.739m2 Fensterfläche, 392 Waschbecken, 345 WC`s und 111 Duschen

 

Es lohnt sich immer!

Es lohnt sich immer

Die grössten Erfolge konnte ich mit Beratung und Bereitstellung von Dosierhilfen erzielen.
Alle Investitionen zur Dosierung haben sich in kürzester Zeit amortisiert.
Bei Neubau und Sanierung wird auf Bedürfnisse der Reinigung Rücksicht genommen. Dosierung erfolgt wo, immer es die bauliche Situation zulässt über Stationen, die keinen direkten Zugriff auf die Mischmenge erlauben.
Chemie wird in 1 Liter Flaschen ab - oder wiederbefüllt. Die Flaschen werden mit eigenen Etiketten versehen und gelangen in einen sehr langen Kreislauf.

Unbedingt dazu gehören für mich, Arbeits- und Reinigungspläne, welche auf das jeweilige Haus abgestimmt sind. Genauso wie die gesamte Erfassung der verschiedenen Gebäude, durch diese wird Personalwechsel oder Fremdvergabe wesentlich vereinfacht. Beim Lieferanten wird keine Mindestmenge toleriert, kein Kauf, wenn bei mir keine gültige Preisliste aufliegt.

Das wichtigste ist aber die Mitarbeit aller die mit der Sache betraut sind, ohne sie geht es gar nicht.

Fazit:
Kein Baum kann sich halten, wenn er nicht mit vielen kleinen aber wichtigen Wurzeln im Boden verankert ist, der kleinste Windstoss wird genügen ihn umzuwerfen.

Kontakt

Reinhard Dobler
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