Kulturlandschaft Lauterach
Mit Kulturlandschaft Lauterach widme ich mich nach Bildstein, Wolfurt, Buch und Schwarzach einer weiteren Gemeinde des ehemaligen Gerichts Hofsteig. Damit wird das Landschaftsbild
der Gemeinden des unteren Rheintales um ein weiteres Mosaiksteinchen vervollständigt. Landschaft endet nicht an den jeweiligen Gemeindegrenzen, ebenso wenig wie unsere urbanen
Siedlungsräume nicht mehr Landschaft sind, nur weil bebaute und eingezäunte Grundstücke häufig Besitzanspruch und seltener Gestaltungswillen demonstrieren. Das auf den ersten
Blick sehr widersprüchliche und von harten Kontrasten geprägte Landschaftsbild der Rheintalgemeinden – und Lauterach steht zeichenhaft dafür – gibt seine Juwelen erst auf den
zweiten Blick frei.
Wie auch die bisherigen Bände zur Kulturlandschaft sind meine Dokumentationen nicht für das Archiv bestimmte Bestandsaufnahmen, sondern erheben den Anspruch, eine Art Schule des
Sehens zu sein.
Die Kulturlandschaft
Die Kulturlandschaft ist das Spiegelbild des sich stetig wandelnden Verhältnisses von Mensch und Natur. War es einst die Landschaft, die den Alltag des Menschen geprägt hat, wendet sich das Blatt zunehmend und dramatisch. Baukultur, Landschaftspflege, Energiebewusstsein, Nachhaltigkeit, Denkmalschutz, Ressourcenmanagement usw. sind die Stichworte für Johann Peers detaillierte und kritische Bestandsaufnahme des landschaftlich-kulturellen Inventars.
Autor: Dipl. Ing. Johann Peer
Dipl. Ing. Johann Peer studierte an der Universität Innsbruck Architektur und arbeitete zunächst in Architekturbüros in Wien. Angezogen von den Spuren der Vergangenheit und der Kunstgeschichte nahm er an archäologischen Grabungen in Salzburg, Ägypten und im Iran teil und war für mehrere Jahre Grabungsleiter in Graubünden. Durch die Mitarbeit am Dehio-Vorarlberg und die Beschäftigung mit präkolumbianischer Architektur vertiefte Johann Peer sein Wissen um kultur- und kunsthistorische Zusammenhänge und deren Abbildung in der Baukunst. Die Tätigkeit als Assistent am Institut für Städtebau an der Akademie für bildende Künste in Wien und die spätere Mitarbeit beim Bundesdenkmalamt in Wien, Innsbruck und Bregenz machten Johann Peer zu einem Experten für die Beurteilung architektonischer und städtebaulicher Zusammenhänge. Von 1991 bis 2006 leitete Johann Peer die Abteilung Stadtplanung im Amt der Stadt Feldkirch.
Mit seinem umfangreichen Wissen über Kunstgeschichte, Architektur und die Wirkung baulicher Veränderungen auf die Wirkung von Landschaft bildet Johann Peer die Ortschaften Vorarlbergs als Kulturlandschaften ab. Er gibt in seinen Werken nützliche Hinweise für geplante Veränderungen an bestehenden Objekten, ohne jedoch der zwanghaften Revitalisierung oder Romantisierung unbrauchbar gewordener Bauwerke das Wort zu reden.
Lebenslauf
- 1949 in Steinach am Brenner geboren
- nach dem Architekturstudium an der Universität Innsbruck 4 Jahre Praxis in Architekturbüros in Wien, nebenbei Teilnahme an archäologischen Ausgrabungen in Salzburg, Ägypten und im Iran sowie Beschäftigung mit präkolumbianischer Architektur in Mexiko
- von 1979 - 1983 Grabungsleiter im Kloster St. Johann in Müstair, Ktn. Graubünden, nebenbei Mitarbeit am Dehio-Vorarlberg
- von 1983 - 1987 Univ. Ass. am Institut für Städtebau der Akademie der bildenden Künste in Wien
- von 1987 - 1991 Mitarbeit im Bundesdenkmalamt (Wien, Innsbruck, Bregenz),
- von 1991 – 2006 Leiter der Abteilung Stadtplanung im Amt der Stadt Feldkirch.




